Kunst- und Kulturquartier ICC – Welche Zukunftsperspektiven ergeben sich für den Bezirk?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf diskutiert
gebäude messe icc grau
© pics-

Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. Für Oktober 2026 hat die CDU-Fraktion das Thema vorgeschlagen.

Das ICC wurde am 2. April 1979 offiziell eröffnet. Ich kann mich gut erinnern, wie ich staunend zum ersten Mal die Räumlichkeiten betrat. Seit 2014 befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude im Stillstandbetrieb. Es brauchte zwei Landesregierungen bis 2023 das Abgeordnetenhaus die Wiederbelebung beschloss. Es folgten am 25.11.2024 ein europaweites Konzeptverfahren, die offizielle Vergabeempfehlung des Senats am 23. Juni 2026 – einen Tag später präsentieren Franziska Giffey und Christian Gaebler das neue Konzept. Noch immer steht an der Fassade: „Dauert noch ein bisschen – aber wird mega“ Geplant ist ein Nutzungsmix aus Kunst, Kultur, Konzerten, Ausstellungen, Veranstaltungen und Kreativwirtschaft. Dass die Deutschlandhalle 2011 abgerissen wurde, hat mich geschockt. Der Verlust des ICCs wäre noch tragischer. Auch wenn das bisherige Konzept vage bleibt, ist es ein guter Ausblick für den Kulturstandort. Die geplanten Projekte werden einem Bezirk, in dem immer schon die Hochkultur und die dezentrale Kulturarbeit ihren Platz hatten, guttun, wie die Wiederbelebung des Schoeler-Schlösschens!

Dr. Felicitas Tesch