Wird am Wald-Gymnasium verfehlte Schulplanung auf dem Rücken der nächsten Generationen gemacht?
Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die FDP das Thema vorgeschlagen.
Eingangs ist festzuhalten: Die Fragestellung ist irreführend. Sie unterstellt, die Qualität der Wald-Oberschule würde durch die Umwandlung in eine ISS leiden. Tatsächlich hat sich durch neue Aufnahmekriterien für Gymnasien das Ungleichgewicht im Bezirk verschärft: Derzeit gibt es rund 1.000 Gymnasialplätze zu viel und etwa 800 ISS-Plätze zu wenig. Zudem nehmen unsere Gymnasien seit Jahren viele Schüler:innen aus anderen Bezirken auf. Es kann nicht sein, dass ISS-Schüler:innen im eigenen Bezirk keinen Platz finden. Auch als ISS bleibt an der Wald-Oberschule das Abitur möglich - dann nach 13 statt 12 Jahren. Das begrüßen viele Eltern, weil ihre Kinder mehr Zeit zur Entwicklung oder außerschulische Aktivitäten haben. Die Pläne wurden transparent im Schulausschuss vorgestellt. Grundlage waren fünf objektive Kriterien: Kapazität, Investitionsbedarf, Versorgungssituation in der Schulnetzplanung, Besonderheiten und Entwicklungsperspektive. Die Waldschule erfüllt sie und bietet durch die benachbarte Grundschule beste Voraussetzungen für das Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaftsschule.
Dr. Felicitas Tesch