Perspektiven schaffen statt verdrängen – Unterstützung und Sicherheit
Obdachlosigkeit und Drogenmissbrauch sind in Charlottenburg-Wilmersdorf leider immer öfter sichtbar und das belastet die Menschen in unseren Kiezen.
Für uns als SPD-Fraktion ist klar: Die Probleme einfach zu verstecken, hilft niemandem. Wir müssen sie als soziale und medizinische Themen verstehen und den Menschen gezielt helfen.
Das bedeutet, wer Hilfe braucht, muss sie schnell und unkompliziert bekommen. Für Menschen ohne Zuhause heißt das: Es muss genug Plätze in Notunterkünften geben, besonders in der kalten Jahreszeit. Außerdem brauchen wir Hygienestationen und geschützte Rückzugsräume, zum Beispiel in Wohnboxen oder Tiny Houses. Wichtig ist auch das Berliner Projekt „Housing First“, das Menschen zuerst sicheren Wohnraum gibt.
Beim Thema Drogen wollen wir anpacken, statt wegzuschauen. Betreute Drogenkonsumräume an belasteten Orten – etwa entlang der U7 am Stuttgarter Platz – holen den Konsum aus der Öffentlichkeit, sorgen für mehr Sicherheit und bieten zugleich Anlaufstellen für Hilfe.
Das Bezirksamt muss außerdem mit Nachbarschaften ins Gespräch kommen, informieren und aufklären, wie mit Drogenabhängigkeit vor Ort umgegangen wird. Beratungsstellen wie Fixpunkt brauchen mehr Personal und Geld, damit sie mehr Menschen erreichen können. Mehr Angebote helfen, dass niemand durchs Raster fällt.
Polizei, Ordnungsamt und BSR sollen an den Hotspots des illegalen Drogenhandels stärker präsent sein. Gleichzeitig müssen benutzte Spritzen und andere Hinterlassenschaften schnell aus dem öffentlichen Raum entfernt werden. Nur wenn Hilfe, Prävention und Sicherheit zusammenspielen, kann Charlottenburg-Wilmersdorf ein lebenswertes Zuhause für alle bleiben.
von Dr. Ann-Kathrin Biewener