Marode Sportanlagen im Bezirk – wie sollen wir jemals 230 Mio. Euro Sanierungsstau aufholen?
Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die Linksfraktion das Thema vorgeschlagen.
Die Antwort ist nicht einfach, weil die Gelder für die Sanierung von Sportstätten vom Abgeordnetenhaus vorgegeben werden. Dem Bezirk gelingt es jedes Jahr, deutlich mehr Gelder auszugeben, indem er davon profitiert, dass andere Bezirke Schwierigkeiten haben, ihre zugewiesenen Gelder auszugeben. Das geschieht durch einen erheblichen Arbeitsaufwand der Verwaltung mit tatkräftiger Unterstützung der zuständigen SPD-Stadträtin. Weiter hat die Stadträtin verschiedene Sanierungsmaßnahmen für die erste Teilsumme der „Sportmilliarde“ beantragt. Sind wir hier mindestens in einer der drei Bewerbungsrunde erfolgreich, haben wir einen zusätzlichen Abbau des Sanierungsrückstandes erreicht.
Wir fordern aber auch, dass von den Geldern, die über den Bund den Ländern zur Sanierung von Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, ein Anteil für die Sanierung der bezirklichen Sportanlagen genutzt werden kann.
Auch die Olympiabewerbung Berlins ist eine Chance, um zusätzliche Gelder zur Sanierung der Sportanlagen zu erhalten. Klar, dass wir hier von Sanierung reden, die auch inklusiven Sport berücksichtigt.
Wolfgang Tillinger