Kantstraße: Brandschutz, Radverkehr und Busspur gemeinsam planen

So soll der Umweltverbund sicherer und besser werden 
Fahrrad Verkehrsschild
© George Becker

Die Kantstraße soll schon seit vielen Jahren umgebaut werden, damit Busse, Radfahrende und Fußgängerinnen sowie Fußgänger sicherer unterwegs sind und der Verkehrslärm für Anwohnende sinkt. Eine mögliche Lösung ist, die Radwege weiter außen anzulegen. So entsteht mehr Abstand zwischen Autos und Häusern, was die Sicherheit erhöht und den Lärm reduziert.

Während der Corona-Pandemie richtete das Bezirksamt kurzfristig einen sogenannten Pop-up-Radweg ein. Fachleute wiesen jedoch früh darauf hin, dass solche Übergangslösungen nur dann sinnvoll sind, wenn sie gut vorbereitet werden. Alle Beteiligten – wie die BVG, die Feuerwehr, Gewerbetreibende und weitere Akteure – müssen einbezogen und verschiedene Varianten sorgfältig geprüft werden. In der Praxis zeigten sich beim Pop-up-Radweg Probleme, die später wieder korrigiert werden mussten.

Die SPD-Fraktion forderte daher schon während der Pandemie, die provisorischen Lösungen in eine ordentliche Planung zu überführen. Als erster Schritt sollte eine Machbarkeitsstudie klären, wie Busverkehr, Lärmschutz, Wirtschaftsverkehr und die Anforderungen der Feuerwehr sinnvoll zusammengebracht werden können.
Inzwischen hat das Bezirksamt mit der Planung begonnen und bestätigt, dass eine gute Lösung möglich ist, wenn auch der Mittelstreifen einbezogen wird.

Umso überraschender war 2023 ein Vorschlag der Senatsverwaltung, den Mittelstreifen unangetastet zu lassen und Rad- und Parkspur zu tauschen. Die SPD lehnt dies ab, weil Radfahrende gefährdet würden und die positiven Effekte für den Lärmschutz verloren gingen.

Mit dem nahenden Ende der Legislaturperiode besteht nun die Chance, die Planung auf dieser Grundlage fortzusetzen. Wir bleiben dran und setzen uns weiter für eine sichere und leise Kantstraße ein.

von Dr. Jürgen Murach

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