Charlottenburg-Wilmersdorf am Scheideweg: Berliner zuerst oder offen für Alles und Jeden?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf diskutiert
bunte menschenmenge
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Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. Diesmal hat die AfD Fraktion das Thema vorgeschlagen.

Ein Scheideweg? Ja – aber nicht der „Wir gegen die“. Die Probleme unserer Stadt sind real: Wohnungen sind zu teuer, Schulen überlastet, manche Orte fühlen sich nicht mehr sicher an. Wer das leugnet, hilft niemandem.

Doch „Berliner zuerst“ hilft auch niemandem. Menschen mit migrantischem Hintergrund schlechter zu behandeln oder zu vertreiben, ändert nichts an den Problemen der Stadt.

Der Scheideweg ist daher, ob wir echte Lösungen angehen oder weiter Symptome beschreiben: Beim Wohnen: ein Wohnungsamt, das konsequent gegen Mietwucher vorgeht und bezahlbarer Wohnraum als Pflicht bei jedem Neubau. In den Schulen: mehr Gemeinschaftsschulen für längeres gemeinsames Lernen, frühe und verpflichtende Kita- und Sprachförderung und saubere Schulen. Für die Sicherheit: mehr Prävention, soziale Straßenarbeit und Präsenz vor Ort – und mehr Handlungsmöglichkeiten bei für den Umgang mit krimineller Radikalisierung – weniger Schutz von Gefährdern, mehr Schutz für die Allgemeinheit.

Am 20. September steht genau das zur Wahl: Zusammenhalt, der Probleme löst – oder Ausgrenzung, die nur spaltet.

Kai Bodensiek

 

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